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Montag, 25. August 2014

Rückblick auf meinen amerikanischen Traum/ Throwback to my American dream


An meine liebsten Daheim aber auch an meine Follower,

 
erst einmal tut es mir leid, dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe und vor allem nicht über meine letzten zwei Monate in den USA berichtet habe, wo sie ja eigentlich mit Prom (Abschlussball), Graduation (Abschlussfeier) und meiner Heimreise vielleicht eine der spannendsten Monate meines Schüleraustauschs waren. Mittlerweile könnte ich mir dafür selbst in den Hintern treten, dass ich nicht geschrieben habe, denn ich kann mich leider nicht mehr an alles erinnern, was im Zeitraum von Ende April bis Anfang Juni 2013 alles passiert ist. Es wäre also auch für mich richtig schön auf diesem Blog noch einmal in alten Erinnerung schwelgen zu können, doch vielleicht sind es auch am Ende die Erinnerung, die nur ich in meinem Herzen trage und nicht unbedingt mit jedem geteilt habe, die „My American Dream“ zu etwas ganz besonderem, einzigartigem und unvergesslichem machen.
Aber über die Hauptattraktionen wie Prom, Graduation und natürlich auch meine Heimreise möchte ich trotzdem noch gerne kurz erzählen (auch wenn kurz nicht unbedingt meine Stärke ist)!

Zuerst einmal zu Prom: Ein Event, dass immer total farbenfroh, glamourös und als DAS amerikanische Ereignis schlecht hin im Fernseh dargestellt wird und ich muss sagen, Prom war unvergesslich und wird es auch immer bleiben! Die Atmosphäre an dem Abend war großartig. Die Juniors (11.Klässler) haben für uns Seniors (12.Klässler) einfach einen wundervollen Abend in einer Scheune mit tausenden von Lichtern vorbereitet. Den Nachmittag habe ich mit meinen Mädels verbracht und dann haben wir uns zusammen fertig gemacht und sind dann mit den Jungs zum Dinner gegangen, bevor es zum Abschlussball ging. Es war einfach wie in einem typischen amerikanischen Film! Meinen letzten amerikanischen Ball werde ich vermutlich nie vergessen, denn es war wie ein Traum, der wahr wurde. Nach dem Ball ging es dann noch mit meinen Freunden zu Denny’s, um den Abend noch typisch amerikanisch ausklingen zu lassen.
Nun zu Graduation: Dieser Tag war einfach eins der Ereignisse schlecht hin. Als ich mit meiner Walking Partnerin Carina die Treppen von der High School aufs Footballfeld hinunter gegangen bin und um uns herum tausende von Menschen waren, die uns alle betrachtet haben in unseren „wunderschönen“ Outfits, wie wir den letzten Schritte machten, bevor wir die High School endgültig verlassen durften, war unglaublich. Die letzten Monate sind einem durch den Kopf gegangen und als ich dann mein Zeugnis in der Hand hatte, war ich einfach nur unglaublich stolz. Stolz darauf, dass ich es geschafft hatte. 10 Monate in einem fremden Land, dass mir zu dem Zeitpunkt auf einmal so vertraut war, 10 Monate ohne meine Freunde und meine Familie in Deutschland, sondern bei einer anfangs vollkommen fremden Familie, die mich aber dann bei sich aufgenommen hat, wie als wäre ich ein Teil ihrer Familie (und es war unglaublich schön 10 Monate lang die Jüngste in der Familie zu sein :D) und bei denen ich mich am Ende unendlich wohl gefühlt habe, sodass ich sie heute täglich vermisse und auch meine mittlerweile amerikanischen Freunde habe ich in mein Herz geschlossen und möchte sie nie wieder missen. Doch ganz besondere Erinnerungen kamen mir in den Sinn als ich zu meiner Walking Partnerin Carina (Austauschschülerin aus Norwegen)  hinüber sah. Ich habe an all die Momente denken müssen,  die ich gemeinsam mit ihr und den anderen Austauschschülerinnen, Cathi und Grace, durchlebt habe. Probleme, die wir als Austauschschüler das ein oder andere Mal geteilt haben und gemeinsam durchlebt haben, aber auch all die witzigen Moment, die wir gemeinsamen verbracht haben. Meine Mädels sind mir in dieser Zeit unglaublich ans Herz gewachsen und ich wüsste nicht, wie mein Austausch ohne sie gewesen wäre. Jeden Tag bin ich unendlich dankbar dafür, dass wir immer noch Kontakt haben und dass ich Carina sogar schon wiedersehen durfte. Sie haben meine Zeit in Amerika sehr geprägt und mich jeden Tag ein bisschen mehr Zuhause fühlen lassen.
Und nun zu dem vermutlich traurigsten Moment meines Schüleraustauschs: Meine Heimreise!

Meiner Meinung war die Heimreise tausendmal schlimmer als meine Reise in die USA, denn als ich in die USA geflogen bin, wusste ich, dass ich meine Familie und meine Freunde wiedersehen würde, doch als ich mich in Amerika verabschieden musste, da hatte ich einfach keine Ahnung ob oder wann ich alle wiedersehen würde. Zudem wusste ich, dass ich mich verändert hatte und ich hatte unglaubliche Angst davor, wie die „neue Alina“ in meiner Heimat ankommen würde, doch auf der anderen Seite habe ich mich unglaublich gefreut alle wiederzusehen. Ich habe tausende von Tränen geweint, als ich mich von meiner Gastfamilie und meinen Freunden verabschiedet habe, doch als ich dann in Denver zwischen gelandet bin, da habe ich mich einfach nur noch unendlich gefreut und wollte einfach nur, dass die 11 Stunden Flug auch wie im Flug rum gehen würden, doch das war leider nichts. Der Flug von Denver nach Frankfurt war der schlimmste Flug meines Lebens und ich habe wirklich keine Probleme mit dem Fliegen. Erstens war ich aber auf dem Flug vollkommen eingeengt und zweitens wollten diese 11 Stunden nicht vorbei gehen! Doch als ich dann in Frankfurt mit meinen lediglich drei Koffern :D durch die letzte Tür ging und meine Familie und meine Freunde mit Willkommensschildern sah, da war ich einfach unendlich glücklich wieder in meiner vertrauten Umgebung zu sein und Amerika war für einen ganz kleinen Moment vergessen. Das Einleben war am Anfang noch etwas holprig, doch nach den ersten paar Monate hatte ich zwar nicht mein altes Leben zurück, denn einiges hatte sicher verändert und vor allem ich, doch ich wusste, ich bin wieder Zuhause. Heute, nachdem ich jetzt seit über einem Jahr Zuhause bin, weiß ich, dass ich keine bessere Entscheidung für mich persönlich hätte treffen können, als für 5 Monate in die USA zu gehen und vor allem auch die Entscheidung auf 10 Monate zu verlängern, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens! Amerika hat mich geprägt und zu der Person gemacht, die ich heute bin. Ich habe mein Zuhause, meine deutschen Freunde und meine Familie schätzen gelernt und bin in unendlich dankbar für die Unterstützung, die sie mir gegeben haben während meines Auslandsaufenthaltens. Meiner Familie bin ich dankbar für jedes sonntägige Skype-Gespräch aber auch für ihre finanzielle Unterstützung, denn ohne meine Eltern wäre mein Traum vermutlich niemals wahr geworden. Und meinen Freunden? Meinen Freunden bin ich dankbar dafür, dass sie sich teilweise die Nächte um die Ohren geschlagen haben, um sich mein Gejammer anzuhören, aber auch für die teilweise fast tagelangen Skype-Gespräche in denen immer die wichtigsten News ausgetauscht wurden. Danke, dass ich dank euch immer wusste, was Sache in der Heimat war und dass ihr mich vor allem auch nach Amerika wieder so in euerer Mitte aufgenommen habt! Nach einem Jahr in der Heimat denke ich oft an mein Auslandsjahr zurück und vermisse meine Gastfamilie und unsere familiären Ausflüge oft, doch ich weiß, dass ich sie irgendwann wiedersehen werde. Jeden Tag freue ich mich, wenn ich ein Bild von meinen amerikanischen Freunden geschickt bekomme und auch meine Austauschmädels werde ich nie vergessen und bin unglaublich dankbar dafür, dass wir immer noch Kontakt habe und dass ich Freunde habe, die in der ganze Welt leben egal ob in Oslo, Bangkok, New York City oder doch in Ontario (Oregon).  Amerika war immer mein Traum für über sechs Jahre, den ich mir dann endlich 2012 erfüllen konnte und auf den ich 2014 unglaublich stolz bin. Die USA haben für eine kurze Zeit mein Fernweh besiegt und sind jetzt ein zweites Zuhause für mich, doch mittlerweile kommt es wieder langsam ans tageslicht und ich freu mich jetzt schon, wenn ich mein Abi in der Tasche habe und dann wieder die große, weite Welt erkunden kann J
Also zum Schluss bleibt mir nur noch eins zu sagen; Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!



Grace, Carina, Ich  & Cathi. My American Girls
 


My Girls before Prom
 


Norway, Germany and Thailand. International friendships are the best!
 

Prom at the fairgrounds

Prom!

Auf dem Weg zum Footballfeld mit Carina

I did it!

OHS Class of 2013!


Auf ein letztes Mal zu Jolts mit einigen meiner Lieben kurz vorm Heimflug!

 

And now to all my international lovelies!
I just described the main points of my last months in America to my family and my friends in Germany and told them thank you and now it is time to say thank you to you guys.
In August 2012 I came to America and I did not really know what to do and neither what to expect. I actually was scared because once I got my host family, I knew about all their animals and before August 2012 animals really were not my favorite, but somehow I knew that I had to overcome my fear and I did! Going on my first horseback ride with Chris and Teresa was probably one of the craziest things I have ever done and if I had not posted pictures maybe there would not be anyone right now believing I would go riding. And guess what? I had a blast! I started loving all the animals around me and also the people around me. The Johnston’s are such a loving family and by now I real feel like I am a member of them! They made my year real special and I am so thankful for everything they did for me! They showed me what a family life is like and that is one of things I will never forget and appreciate most! I wish I could talk to you guys every day or maybe ever week but as your life and my life is so busy, I learned to enjoy every single message I get even though they are not regular. Rather more, I want to say thank you to all my friends. Say thank you for talking me for lunch, going to Jolts or Kiwi Loco, shopping in Boise or just hanging out! I always had an amazing time and I will never forget all these moments we share. As I said before in German a special thanks goes to Cathi, Carina and Grace. Sharing an exchange year with you guys makes me feel really special and I love to think about all the sad but also about all the happy moments we got to enjoy together! I am always happy seeing you on Snapchat, Instagram and so and I just love to know that we will always have close relationship even though we cannot see each other every day. Now in 2014 I definitely can say that I had an awesome time and I am unbelievably thankful for every single person I met. Everyone means a lot to me and everyone has a special place in my heart as a little memory of my exchange year, my American dream! And as I said before in German: Don’t dream it. Do it because you probably will have the time of your life!